5 Fragen und Antworten

Wofür ist ein Kinderkonto gut?

Mit einem Kinderkonto kann man das Kind schrittweise und behutsam an finanzielle Vorgänge heranführen, mit denen sie später als Erwachsene jeden Tag zu tun haben. Die Kinder lernen so, verantwortungsbewusst mit ihrem Geld umzugehen. Hierbei halten die Bestimmungen des Kinderkontos die Risiken in Grenzen, denn eine Überziehung des Kontos und eine Aufnahme eines Kredits sind nicht möglich. Dazu kommt, dass die Kontoführung im Regefall kostenlos ist.

Was kann das Kind mit dem Kinderkonto normalerweise machen?

Der Umfang der angebotenen Funktionen des Kinderkontos unterscheidet sich von Bank zu Bank, aber grundsätzlich gehören folgende Vorgänge dazu: Geld einzahlen, Geld am Automaten oder Schalter abholen, per Online-Banking auf das Konto zugreifen und per EC-Karte in Geschäften bezahlen. Und natürlich wird das Guthaben verzinst. In den meisten Fällen ist das Kinderkonto gleichzeitig auch Girokonto, d.h. es kann auch Geld überwiesen werden. In anderen Fällen sind bargeldlose Auszahlungen nur über ein Girokonto der Eltern möglich. Bei Konten für Jugendliche ist in Einzelfällen eine Kreditkarte beim Kinderkonto dabei.

Behalten die Eltern die Kontrolle über das Kinderkonto?

Solange das Kind nicht volljährig und nur beschränkt geschäftsfähig ist, haben die Eltern bzw. die gesetzlichen Vertreter die Kontrolle über das Kinderkonto. Sie sind immer die Kontoinhaber. Dennoch gehört das Guthaben auf dem Konto rechtlich gesehen den Kindern; die Eltern dürfen also nicht frei darüber verfügen, wie sie möchten. Mit der Vollendung des 18. Lebensjahres wird das Kind zum alleinigen Kontoinhabers und hat damit die direkte Entscheidungsgewalt.

Inwiefern ist ein Kinderkonto besser als das gute alte Sparbuch?

Ein Kinderkonto hat zwei Vorteile gegenüber dem Sparbuch. Erstens ist die Verzinsung auf Kinderkonten deutlich höher als auf Sparbüchern. Bei letzteren kann man meistens nicht einmal die Inflation ausgleichen. Der zweite Vorteil von Kinderkonten ist, dass sie eine Lernumgebung für Kinder darstellen. Anders als mit dem Sparbuch, mit dem man nicht viel machen kann, können Kinder mit dem Kinderkonto lernen, Kontoauszüge zu drucken, Geld am Automaten abzuholen oder bargeldlos zu bezahlen.

Worauf sollte man bei Kinderkonto-Vergleichen achten?

Wenn man bei der Vielzahl an Kinderkonto-Angeboten den Überblick behalten will, sollte man bei einem Kinderkonto-Vergleich vor allem auf zwei Konditionen achten: den Funktionsumfang und die Verzinsung. Die Funktionen, die das Kinderkonto anbietet, sollten dem Alter des Kindes entsprechen (Verbraucherschützer empfehlen eine EC-Karten-Funktion frühestens ab 14 Jahren und eine Kreditkarten-Funktion überhaupt nicht für Kinder). Die Verzinsung sollte mit den Konditionen vergleichbarer Tagesgeldkonten konkurrieren können.